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Liebe Lebenspfuhle



Der erste Teil einer als Trilogie konzipierten Romanerzählung


Synopsis


Mitte der 80er: Ein paar junge Leute, die sich schwer tun mit den gesellschaftlichen Normen, tingeln seit Jahren durch Kneipen und Discos. Solo, dem es zunehmend vor dem dunklen Loch nach dem Studium graut, verzettelt sich bei der Suche nach der idealen Frau in flüchtigen Liebschaften. Ähnlich ergeht es seinem Freund Jetty, der viele, aber nie die Frauen bekommt, die er sich erträumt. Der dritte, Mock, hat sich längst ins Ausland abgesetzt und genießt das Umherziehen nur noch in den Ferien. Mit Suschin, dem halt- und arbeitslosen, von Frauen meist sexuell verschmähten Kosakenabkömmling amüsiert sich Solo prächtig bei Saufabenden mit klassischer Musik.


In seiner Stammkneipe hadert Solo mit den Zwängen, die ihm einst die Unbeschwertheit raubten und dem Abflauen der jüngsten Aufbruchstimmung. Er vertreibt sich die Zeit mit Bier, Zigaretten und Plaudereien. Eine Stunde des Vergnügens, klagt er, muss er sich mit derer zehn voll quälender Langeweile erkaufen. Bekannte kommen und gehen, genehme, lästige, banale und verschrobene.


Mit einem verbindet Solo seit Jahren eine geleugnete Freundschaft: Penzach. Der Pfarrersohn, dem es nicht gelingt, im Leben Fuß zu fassen, folgt ihm wie ein Vasall. Keineswegs uneigennützig. Von Solo, dem Nietzsche-Fan, erwartet er Antworten auf existenzielle Fragen nach dem Sinn des Lebens, vor allem seines eigenen. Dafür erduldet er mit zuweilen masochistischem Wohlgefallen dessen dreiste Scherze und zynische Seitenhiebe. Der in sich rastlose Beau, der der Gesellschaft mit Alkohol und Sarkasmus trotzt, und der wirre, dicke Einzelgänger, der dem Essen huldigt, finden zechend zu einer seltsamen Symbiose.


Penzach, sexuell unerfahren und von Solo homoerotischer Neigungen bezichtigt, verehrt die feiste, wobei nicht unattraktive und kompromisslose Kneipenbedienung Angelika. Die jedoch harrt geduldig auf den richtigen Moment, um Solos Widerstand zu brechen und ihn von seinem sinnlosen Lebenswandel zu erlösen. Im sommerlichen Kneipenfrust wittert sie ihre Chance und schlägt ihm vor, mit ihr in Urlaub zu fahren.


Unvorstellbar für Solo zunächst. Zu weit ist die eher hausbackene Geli von seinem Ideal entfernt. In Fantasien von weiten Stränden und Nymphen schwankt er und ersinnt einen genialen Plan: Penzach soll mit und die Reise großzügig finanzieren. Schnell übertölpelt er den eifersüchtigen Penzach.


Während sich der in nervöser Unruhe um sein leibliches Wohl und seine Gesundheit in der Ferne sorgt, lässt Solo spontan die leidenschaftliche Affäre mit der ein paar Jahre älteren Ziska wiederaufleben. Mit der charmanten, charismatischen und ein wenig verrückten Verführerin, seiner Satina, entrückt er für Stunden in andere Welten.

Kurz vor dem Aufbruch versetzt ihn eine junge reizvolle Dame, nachdem er einen Dreier mit ihrer Freundin verschmäht hat. Unbeirrt flirtet er auf der Zugfahrt mit einem hübschen Mädchen und hält Penzach auf der Reise mit skurrilen, provokanten, makabren und religionslästerlichen Geschichten bei Laune.


Kaum am Ziel, offenbart Penzach, das Reisegeld unterschlagen zu haben und versteigt sich mehr und mehr in kindliche Albereien. Doch erst als er aufbegehrt, Solo dabei vorerst teilinvalide auf der Strecke bleibt und sich in der Not hilflos Angelika ausliefert, gerät die Reise vollends zum absurden Theater.
Am Ende zerbricht nicht nur die Dreiecksbeziehung, sondern auch Solos Verhältnis mit seiner geliebten Satina.

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